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Gemeinde Angelburg

Bahnhofstraße 1
35719 Angelburg
Tel.: 06464/9166-0
Fax: 06464/9166-20
E-Mail: gemeinde@angelburg.de
Internet: www.angelburg.de
 

Öffnungszeiten

  • Montag-Mittwoch
  • 08.30–12.00 Uhr | 13.30-15.00 Uhr
  • Donnerstag
  • 8.30–12:00 Uhr | 13.30-18.00 Uhr
  • Freitag
  • 8.30-12.00 Uhr

Verbrennung von pflanzlichen Abfällen

- aus aktuellen Anlass -

Aufgrund von mehreren Beschwerden, die uns seitens der Polizeistation Biedenkopf mitgeteilt wurden, verweisen wir hiermit bei Verbrennungsanzeigen ausdrücklich auf die Bestimmungen der nachstehenden Verordnung über die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen außerhalb von Beseitigungsanlagen. 

Wir weisen explizit darauf hin, dass in Zukunft nur noch schriftliche Anzeigen angenommen und weitergeleitet werden, die den Bestimmungen der Verordnung entsprechen. Insbesondere die Zeitrahmen und Mindestabstände sind uneingeschränkt zu beachten. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind bei Verbrennungsanzeigen angehalten,diese besonders zu kontrollieren. 

Die vollständige Verordnung über das Verbrennen [...] erhalten Sie hier zum Download.

Auszug aus der Verordnung über die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen außerhalb von Beseitigungsanlagen

Pflanzliche Abfälle, die auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken anfallen, können im Rahmen der Nut-zung dieser Grundstücke durch Verrotten, insbesondere durch Liegen lassen, Einbringen in den Boden oder Kompostieren, beseitigt werden. Hierbei dürfen keine Geruchsbelästigungen auftreten.

Diese pflanzlichen Abfälle können grundsätzlich außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile auf dem Grundstück, auf dem sie anfallen (ausnahmsweise!), verbrannt werden, soweit sie dem Boden aus landbautechnischen Gründen oder wegen ihrer Beschaffenheit nicht zugeführt werden können.

Für das Verbrennen landwirtschaftlicher und gärtnerischer Abfälle gelten für Angelburg folgende Anforderungen:

1. Zeitrahmen
Montag bis Freitag 08.00 Uhr bis 16:00 Uhr und Samstag 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr

2. Aufsicht
Ständige Aufsicht durch eine zuverlässige Person

3. Mindestabstände
a) 100 m von zum Aufenthalt von Menschen bestimmten Gebäuden, Zelt- oder Lagerplätzen;
b) 35 m von sonstigen Gebäuden;
c) 5 m zur Grundstücksgrenze;
d) 100 m zu Lagern mit brennbaren Flüssigkeiten oder mit Druckgasen, zu Betrieben, in denen explosionsgefährliche Stoffe hergestellt, verarbeitet oder gelagert werden;
e) 50 m von sonstigen öffentlichen Verkehrswegen;
f) 100 m von Naturschutzgebieten; von Wäldern, Mooren und Heiden;
g) 20 m von Baumalleen, Baumgruppen, Einzelbäumen, Schutzpflanzungen, Naturdenkmälern und nicht abgeernteten Ge-treidefeldern.
h) 20 m von Strom- und sonstigen Masten sowie Überlandleitungen
Wenn innerhalb der Mindestabstände nach Abs. 2 und 3 brennbare Gegenstände oder Pflanzen vorhanden sind, ist ein Sicher-heitsstreifen von 5 m Breite durch Umpflügen oder Fräsen anzulegen, damit ein Übergreifen des Feuers vermieden wird.

4. Anmeldepflicht
Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle ist mindestens einen Tage vorher anzumelden an. Hierzu ist der umseitige Antrag vor Ort (im Rathaus) auszufüllen.

5. Inhalt der Anzeige
Die Anzeige muss, neben der vorgesehenen Abbrandzeit, enthalten:
• Lage und Größe des Grundstücks, auf dem die Abfälle verbrannt werden sollen,
• Art und Menge des Abfalls,
• Namen, Alter, Anschriften und Telefonverbindung der Aufsichtspersonen.

6. Sondervorschriften für Strohverbrennung
Beim Verbrennen von Stroh auf abgeernteten Getreidefeldern gilt Folgendes:
a) Es muss mindestens eine zuverlässige Aufsichtspersonen abgestellt werden.
b) Es ist ein Sicherheitsstreifen von 5 m Breite rund um die abzubrennende Fläche durch Umpflügen oder Fräsen anzulegen.
c) Zusammenhängende Flächen über 3 ha sind im Abstand von 80 bis 100 m durch Sicherheitsstreifen von 5 m Breite zu unterteilen.
d) Die so entstandenen Teilflächen dürfen nur nacheinander, d.h. nach Erlöschen der vorherigen Teilfläche, abgebrannt werden.

7. Sondervorschriften für das Verbrennen forstlicher Abfälle
Pflanzliche Abfälle, die bei der Bewirtschaftung des Waldes anfallen, z. B. Schlagabraum, Rinde und dergleichen, dürfen durch Verrotten, insbesondere durch Liegen lassen und Vergraben, Unterpflügen oder Kompostieren, im Wald beseitigt werden.
Die zuvor genannten Abfälle dürfen von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 bis 16.00 Uhr im Wald verbrannt werden, soweit dies aus forstwirtschaftlichen Gründen erforderlich ist. Zur Zeit erhöhter Waldbrandgefahr ist das Abbrennen unzulässig. Die Abfälle sollen zur Verbrennung soweit wie möglich an Stellen, an denen keine Waldbrandgefahr besteht, zu Wällen oder Haufen zusammengefasst werden. Es ist sicherzustellen, dass durch Rauchentwicklung auch kein gefahrenbringender Funkenflug entsteht. Die Feuerstellen sind rechtzeitig vor Arbeitsschluss mit einem Wundstreifen zu umgeben und mit Erde abzudecken oder mit Wasser zu löschen. Für die Einhaltung von Mindestabständen siehe bei Punkt 3.

8. Auflagen
Das Ordnungsamt kann die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung erforderliche Anordnungen treffen, insbesondere hinsichtlich der Aufsicht und der Bereitstellung von Feuerlöschgeräten.

9. Abbrandtechnik
Die Abfälle müssen so trocken sein, dass sie unter möglichst geringer Rauchentwicklung verbrennen. Zum Entfachen des Feuers dürfen keine zusätzlichen Stoffe verwendet werden, die eine Personengefährdung herbeiführen können oder zu starker Rauch- oder Geruchsbelästigung führen. Das Abbrennen ist so zu steuern, dass das Feuer unter ständiger Kontrolle gehalten wird. Dabei ist möglichst gegen den Wind zu verbrennen. Bei aufkommendem starkem Wind oder, wenn durch starke Rauch-entwicklung eine Verkehrsbehinderung oder eine erhebliche Belästigung der Allgemeinheit eintritt, ist das Feuer zu löschen. Vor Verlassen der Abbrandstelle ist durch die Aufsichtspersonen sicherzustellen, dass Feuer und Glut erloschen sind. Die Verbren-nungsrückstände sind unverzüglich in den Boden einzuarbeiten.

10. Ausnahmen
Pflanzliche Abfälle von Rebkulturen, Obstanlagen sowie pflanzliche Abfälle, die bei Leitungsbaumaßnahmen, beim Ausbau oder der Unterhaltung von Verkehrswegen und Gewässern, bei Maßnahmen der Landschaftspflege und der Flurbereinigung anfal-len, dürfen auch außerhalb des Grundstücks, auf dem sie anfallen, verbrannt werden. Die oben genannten Vorschriften gelten entsprechend. Im Einzelfall sind natürlich bestehende andere öffentlich-rechtliche Vorschriften und Genehmigungserfordernisse (Beispiel: Feuerverbot in sommerlichen Trocken-Perioden) zu beachten.

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