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Alte Umwälzpumpen austauschen und richtig sparen – „Pumpenratgeber“ unter www.energiesparaktion.de

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ informiert

Sie sind stille Dauerläufer und ihr Stromverbrauch wird deshalb unterschätzt: Umwälzpumpen in der Heizungsanlage sorgen für die Wasserzirkulation durch Rohre in unsere Heizkörper und Wasserhähne. Alte Pumpen laufen in der Heizperiode 24 Stunden am Tag. Mehr als 5.000 Betriebsstunden kommen im Jahr zusammen. Für Einfamilienhäuser sind 3 bis 20 Watt elektrische Leistung meist ausreichend, wo heute noch Pumpen mit einer Leistung von 60 bis 130 Watt arbeiten.

„Die alten Pumpen vergeuden teuren Strom und erzeugen einen unnötig hohen Druck in den Rohrleitungen. Strömungsgeräusche und pfeifende Ventile sind die Folge. Die neuen „Hocheffizienzpumpen“ hingegen passen ihre Stromleistungsaufnahme selbsttätig den wechselnden Druckverhältnissen im Rohrnetz an. Werden Thermostatventile zugedreht, laufen alte Pumpen weiter und verbrauchen unnötig Strom. Nicht so die „Hocheffizienzpumpen“, so Werner Eicke-Hennig, Leiter der „Hessischen Energiespar-Aktion“.

Steigt durch die geschlossenen Ventile der Druck im Rohrnetz, sinkt deren Leistung. Sie sind also immer richtig dimensioniert (Pumpen mit kleiner Leistung). Möglich wird das durch ihr modernes Antriebssystem, die Permanentmagnet- Motoren. Durch deren Einsatz erhöht sich der Wirkungsgrad von 10 Prozent auf 70 Prozent. Der Stromverbrauch sinkt drastisch bis zu 90 Prozent. Sie sind in ihren äußeren Abmessungen auffällig klein, haben ein starkes Drehmoment und laufen damit auch nach der Sommerpause besser an als die alten Pumpenriesen.

„Die Einsparung durch den Einbau einer neuen Stromsparpumpe liegt pro Einfamilienhaus bei 300 bis 400 kWh im Jahr. Das sind 1.600 Euro an Energiekosten über die fünfzehnjährige Lebensdauer. Eine neue Pumpe kostet 300 bis 500 Euro. Sie macht sich über ihre Lebensdauer also doppelt bezahlt“, so der Energieexperte weiter.

Die „Hocheffizienzpumpen“ sparen Strom und entlasten die Umwelt. Denn mit jeder kWh eingespartem Strom wird ein CO2-Ausstoß von 660 Gramm vermieden. Das sind bei einem Einfamilienhaus 2 bis 5 Tonnen CO2 im Laufe der 15 Pumpen-Lebensjahre. Ein großer Effekt für den Austausch einer kleinen Umwälzpumpe. Rund 25 Millionen gibt es davon in Deutschland. Sie auszutauschen, spart übrigens auch Kraftwerksleistung, weil sie als Dauerläufer eine stete Grundlast am Netz bilden. Wird von durchschnittlich 70 Watt eingesparter elektrischer Leistung ausgegangen, könnte durch den Austausch aller 25 Millionen Alt-Pumpen 850 MW Kraftwerksleistung frei werden.

Bei dieser Technik stimmt alles. Die Pumpen werden bei der Kesselmodernisierung mit erneuerbaren Energien durch die KfW (www.kfw.de) gefördert. Unter www.energieland.hessen.de finden Sie den „Förderkompass Hessen“. Unter www.bafa.de finden Sie eine Liste von Umwälzpumpen mit dem Energielabel A.

Es wird darauf hingewiesen, dass z.B. bei „Wandhängenden“ Heizungsthermen die Pumpen fest eingebaut sind und in der Regel nicht ausgetauscht werden können. Genaueres erfahren Sie beim Heizungsinstallateur Ihrer Wahl. 

Entsprechendes Informationsmaterial zum Thema (drei Info-Tafeln) kann von allen interessierten Institutionen kostenlos ausgeliehen werden. Weitere Informationen erhalten Sie gerne bei Herrn Klaus Fey, Pressekoordinator der „Hessischen Energiespar-Aktion“, Tel.: 069 / 42 69 41 66 oder fey-klaus@t-online.de.

Informationen zur „Hessischen Energiespar-Aktion“ erhalten Sie unter www.energiesparaktion.de.

Informationen zum Energieberatungsangebot der Verbraucherzentrale Hessen erhalten Sie unter www.verbraucher.de.

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

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