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Der Wald hat 1.000 Gesichter

21. März: Tag des Waldes ist auch ein Tag der Nachhaltigkeit

Friedrichsdorf, 21. März 2017 – „Wir pflanzen heute junge Bäume, damit unsere Kinder und Enkel den Wald genauso nutzen können und der Wald ihnen genauso eine Lebensgrundlage bietet, wie wir es heute erleben,“ sagt der Präsident des Hessischen Waldbesitzerverbandes, Michael Freiherr von der Tann, am heutigen Internationalen Tag des Waldes. Zu der Baumpflanzaktion und zum Innehalten gibt es zehn Jahre nach dem Orkan Kyrill allen Anlass. Der Sturm hatte in einer Nacht alleine in Hessen 73.000 Hektar Wald verwüstet. Es hat mehr als ein Jahr gedauert, bis die Millionen umgeknickten und zerborstenen Bäume aufgearbeitet und aus dem Wald transportiert waren. „Ich möchte allen Waldbauern, Waldarbeitern und Förstern, die mitgeholfen haben den Wald wieder aufzubauen, von Herzen danken,“ so von der Tann. „Das war eine starke Leistung und die verdient in der ganzen Gesellschaft Anerkennung.“

Den Tag des Waldes nimmt der Hessische Waldbesitzerverband e. V. zum Anlass, eine hessenweite Aufklärungskampagne zu starten. Denn nicht nur die bedrohten tropischen Urwälder verdienen unsere Beachtung, sondern vor allem unsere heimischen Wälder hier in Hessen sind es, die direkt vor unserer Haustür zahlreiche wichtige Funktionen erfüllen. Seit Jahrhunderten sorgen die hessischen Waldbesitzer mit nachhaltiger Forstwirtschaft dafür, dass unsere Wälder bis heute und auch in Zukunft „funktionieren“ und uns allen nutzen. „Unsere Wälder sind die grüne Lunge Hessens“, so Michael Freiherr von der Tann. „Sie bieten uns Erholung, erfüllen wichtige Klimafunktionen, sind als komplexe Ökosysteme Heimat unzähliger Tiere und Pflanzen – und spielen auch als Wirtschaftsfaktor in Hessen keine geringe Rolle.“

Rund drei Viertel der Deutschen leben in Städten. Entsprechend hoch ist bei vielen das Bedürfnis nach Naturerleben und dem Wunsch, sich ohne Mauern, Zäune und Bürgersteige frei bewegen zu können. Der Aufenthalt in Parks und Wäldern, das frische Grün, natürliche Düfte und die saubere Luft beruhigen die Nerven, können helfen den Blutdruck zu regulieren, das Stressgefühl zu senken, das Selbstbewusstsein zu fördern und sogar das Immunsystem zu stärken.

Für die meisten Menschen ist der Wald etwas Selbstverständliches. Er ist einfach da, man nutzt ihn zum Spazierengehen, Wandern, Joggen, Radfahren, Pilze sammeln und erfreut sich an der Natur, der Ruhe und Erholung. Doch die Wenigsten machen sich Gedanken darüber, wie so ein Wald eigentlich funktioniert, was er leistet – und was dafür getan wird, um ihn zu erhalten. Auch wenn unsere Wälder im Großen und Ganzen für jedermann zugänglich und nutzbar sind: Sie sind kein Allgemeingut, sondern Eigentum, und zwar des Landes (ca. 40%), von Kommunen (ca. 35%) und von Privatbesitzern und sogenannten altrechtlichen Eigentümergemeinschaften (ca. 25%). Und dieses Eigentum verpflichtet: „Unsere Wälder sind zum größten Teil Kulturwälder, die der Hege und Pflege bedürfen. Diese Aufgaben nehmen wir als Waldbesitzer mit großer Verantwortung wahr“, stellt von der Tann fest und nennt einen frühen „Waldhüter“ als Schöpfer des Begriffs der Nachhaltigkeit. Denn bereits 1713 schrieb der sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz erstmalig von der „nachhaltenden Nutzung“ der Wälder und benannte damit das Prinzip, immer nur so viel Holz einzuschlagen, wie durch planmäßige Aufforstung nachwachsen kann.

Aber neben der Holzwirtschaft, die in Hessen immerhin für rund 40.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze sorgt, ist dieses Prinzip der Nachhaltigkeit zum Erhalt der Wälder für uns alle überlebenswichtig: Die Bäume des Waldes reinigen unsere Luft, speichern CO2 und produzieren den lebensnotwendigen Sauerstoff. Wälder verbessern unser Klima, indem sie Wasser speichern und bei Trockenheit wieder abgeben und so auch Temperaturschwankungen ausgleichen. Zudem bieten sie Tausenden von Tier- und Pflanzenarten wichtige Lebensräume – in hochkomplexen Ökosystemen von den Wurzeln bis in die Baumkronen.

Unter dem Motto „Der Wald hat 1.000 Gesichter“ hat es sich der Hessische Waldbesitzerverband zur Aufgabe gemacht, in Zukunft mehr über diese vielen Facetten des Waldes zu informieren und unter anderem darüber aufzuklären, warum es auch im Wald wichtig ist, bestimmte Regeln einzuhalten. Einen ersten Eindruck von den Aktivitäten des Verbands bietet die Website www.hesswald.de. „Weit über 1.000 Eindrücke erhalten Sie bei Ihrem nächsten Besuch im Wald“, verspricht Freiherr von der Tann, „zu dem Sie im Namen aller Waldbesitzer jederzeit herzlich eingeladen sind.“

Über den Tag des Waldes

Der Internationale Tag des Waldes wurde 1971 von der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, als Reaktion auf die globale Waldvernichtung initiiert und wird weltweit jedes Jahr am 21. März zum Anlass für zahlreiche Aktionen genommen (Aktionsseite für Deutschland: www.tag-des-waldes.de). Ein weiterer wichtiger Tag für den Naturschutz ist der Internationale Tag des Baumes am 25. April mit einer noch längeren Tradition.

Aufklärungskampagne: Der Wald hat 1.000 Gesichter

Informationen zur Aufklärungskampagne finden Sie unter: www.hueterdeswaldes.com

Über den Hessischen Waldbesitzerverband e.V.

Der Wald in Hessen dient nicht nur der Erholung und dem Klimaschutz, sondern ist auch Arbeitsplatz und Einkommensquelle von mehr als 4.000 Menschen. Sie pflegen und erhalten den Wald und produzieren jedes Jahr nachhaltig etwa 5 Millionen Kubikmeter Holz – als Roh-, Werk- und Baustoff sowie als Energieträger.
Die gesamte Waldfläche in Hessen beträgt mit fast 900.000 Hektar knapp acht Prozent des gesamten deutschen Waldes. In Hessen sind rund 25 Prozent des Waldes zum Teil seit Generationen im Besitz von rund 60.000 privaten Waldeigentümern und altrechtlichen Eigentümergemeinschaften. 35 Prozent gehören waldbesitzenden Kommunen, 40 Prozent dem Land.
Unter dem Dachverband der AGDW – Die Waldeigentümer vertritt der Hessische Waldbesitzerverband e.V. die Interessen der privaten und kommunalen Waldeigentümer gegenüber Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, den Gremien anderer Verbände und der Öffentlichkeit – im Sinne einer nachhaltigen und multifunktionalen Forstwirtschaft sowie des Umwelt- und Klimaschutzes.

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