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Gemeinde Angelburg

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Geotop Wilhelmsteine im Rahmen des Naturparke-Wandertags als Geotop des Jahres 2017 ausgezeichnet

Bereits zum zweiten Mal zeichnet der Nationale GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus ein „Geotop des Jahres“ aus. Im Jahr 2017 wird diese Auszeichnung aus fachlichen und sachlichen Gründen dem an der Grenze der Landkreise Lahn-Dill und Marburg-Biedenkopf gelegenen Geotop Wilhelmsteine verliehen. Die feierliche Ernennung erfolgt am Sonntag, den 28.05.2017 in Kooperation mit dem Naturpark-Lahn-Dill-Bergland und im Beisein zahlreicher Vertreter der Landkreise, Kommunen und Tourismusorganisationen. Den passenden Rahmen verleiht der Veranstaltung der am gleichen Tag stattfindende Naturparke-Wandertag. Zahlreiche offizielle Vertreter und interessierte Wanderer starten um 10:00 Uhr in Angelburg-Frechenhausen um über das Naturschutzgebiet Strickshute und die Angelburg schließlich zu den Wilhelmsteinen zu gelangen. Dort wartet, neben der feierlichen Ernennung zum Geotop des Jahres, auch ein regionales Picknick auf die Wanderer.

Die als Wilhelmsteine bezeichnete Gruppe aus Eisenkieselhärtlingen ragt, am Randes des Schelder Waldes gelegen, aus der Ebene des Hochwaldes ca. 15 Meter in die Höhe. Ihren Ursprung haben sie vor ca. 340 Mio. Jahre im Erdzeitalter Unterkarborn, als unser Gebiet noch in Äquatornähe lag. Die Wilhelmsteine waren vermutlich schon zu Zeiten der Kelten eine bedeutende Kultstätte und auch heute noch pilgern die Menschen regelmäßig zu diesem eindrucksvollen Naturdenkmal. Mit der Auszeichnung als Geotop des Jahres 2017 wird die Bedeutung der Wilhelmsteine als einzigartiges Zeugnis der Erdgeschichte sowie wertvoller Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten hervorgehoben sowie die Schutzwürdigkeit dieses, und anderer Geotope verdeutlicht.

Was ist eigentlich ein Geotop? Geotope sind Gebilde der unbelebten Natur, die als „Fenster in die Erdgeschichte“ Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde und die Entstehung des Lebens vermitteln. Sie umfassen Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Steinbrüche, Bergwerke, Fossilfundstätten sowie einzelne Naturschöpfungen und natürliche Landschaftselemente (Höhlen, Dolinen). Geotope sind als Zeugen der Erdgeschichte anzusehen und stehen repräsentativ für die geologische Entstehungsgeschichte der umgebenden Landschaft. Geotope werden häufig als Naturdenkmäler ausgewiesen und unterliegen damit ähnlichen Schutzbestimmungen wie Naturschutzgebiete. Der Schutz und die Pflege von Geotopen ist eine Globale Aufgabe denn viele Geotope sind, wenn einmal zerstört, nicht regenerierbar.

Teilnehmer des Pressetermins sind u.a.:

  • Lahn-Dill-Kreis:Margot Schäfer, Abteilung für den ländlichen Raum
  • GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus: Knut Rehn, Leiter der Geopark Geschäftsstelle und Michael Volkwein
  • Naturpark Lahn-Dill-Bergland:Friderike Hegener, Tourismusmanagement und Markus Scheidt, Naturparkbetreuer
  • Gemeinde Siegbach:Bernd Happel, Bürgermeister
  • Gemeinde Angelburg: Thomas Beck, Bürgermeister
  • Gemeinde Eschenburg: Götz Konrad, Bürgermeister

Der GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus, von der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung 2012 als Nationaler GeoPark zertifiziert, hat das Ziel, die Geschichte der Erde im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ und aktiv erlebbar zu machen. Die Sehenswürdigkeiten der Region mit geologischer, kultur- oder wirtschaftshistorischer Relevanz werden im Geopark miteinander vernetzt und „schicken sich gegenseitig Gäste, Bürger, Kinder und Jugendliche“. Die Region in Westerwald, Lahntal und Taunus ist ein steinreiches Land. Die geologischen Besonderheiten und die daraus resultierenden reichen Rohstoffvorkommen prägen die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung bis in die Gegenwart. Diese Geschichte und Geschichten zu bewahren ist eine wesentliche Aufgabe des „Rohstoff“-Geoparks, der 2010 von den Landkreisen Altenkirchen, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg und Westerwald gegründet wurde.

Informationen: www.geopark-wlt.de

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